Hier einen Auszug vom Interview von Hansruedi Müller, Tourismusexpert, publiziert in der Ausgabe n°38 vom Expresso:

Expresso: Braucht die Schweiz überhaupt kleine und mittlere Hotels (KMH)?

Hansruedi Müller: Die Schweiz besteht ja praktisch nur aus kleinen und mittleren Hotels. Gegen 90 Prozent sind Hotels mit weniger als 50 Zimmern und gehören zu dieser Kategorie. Wir haben nichts anders. ...

Expresso: Aber für die Entwicklung des Tourismus braucht es laut Tourismusexperten die grossen  Betriebe?

Hansruedi Müller: Das ist sicher so. Neu werden vor allem grosse gebaut und kleine geschlossen. Zudemn haben wir festgestellt, dass von über 5600 Hotels maximal 4000 Betriebe marktfähig sind. Das heisst, dass dieser Prozess noch weitergeht. Aber tausende von KMH haben eine Existenzberechtigung.

Expresso: Wie hoch ist der Anteil der Logiernächte von KMH?

Hansruedi Müller: Rund 50 Prozent.

Expresso: Was müssen die KMH tun, um Erfolg zu haben?

Hansruedi Müller: Es braucht mehr Kooperationen und eine bessere Zusammenarbeit in den Destinationen. Erfahrungsaustauschgruppen sind wichtig. Ausserdem sind etwa 3000 KMH nicht klassifiziert.

Expresso: Weshalb ist die Kalssifizierung für einen Betrieb wichtig?

Hansruedi Müller: Auf der einen Seite ist es eine  Sicherheit für den Gast. Wenn ich buche, weiss ich, was mich erwartet. Aber auch die Hoteliers profitieren. Der Standard wird immer wieder überprüft, Kriterien werden verschärft, und man wird von aussen gecoacht. Man muss also auf dem neusten Stand sein und investieren. Das ist ein guter Antrieb.

Ein herzlichen Dank an Expresso für die Verwendung der Texte.